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Einfühlung
E I N F Ü H L U N G
Wer Rothkos Alterswerk betrachtet, merkt die Wesensverwandtschaft zu Arvo Pärt. Die Violin-Begabung von Klee wird sinnfällig in seinen Arrangements von Formen und Farben. Kandinsky und Gould teilen die hochgeistige Abstraktion mit einer emotionslosen Objekt-Distanz. Alberto Giacomettis verletzliche Figuren reichen der zarten Metamor­phosis von Philip Glass die Hand.

Wer sich in ein Musikstück, ein Gedicht, einen Roman einfühlt, kann eine innerliche Resonanz erfahren. Das Inhaltliche im Mitschwingen bleibt jeweils gleich oder ähnlich; die Ausdrucksform aber wechselt zum Gemälde. So entstehen meine Gemälde auf Gehörtes oder Gelesenes.

Erblicktes in einer Landschaft, einem Bauwerk oder unter Menschen verdichte ich in meinem Gemälden, damit der Betrachter sich darin einfühle.


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